19.11.20

Mensch bleiben

 



November 2020. Zweifel und Verzweiflung bei so vielen Landsleuten. Und, ach, nicht nur hierzulande. Ein Virus, das allein durch sein Dasein und als Werkzeug uns aus allem gewohnten Leben reißt, in unabsehbare Zukunft stößt. Und jeder spürt, wie darunter und nach einiger Zeit die eigene Kraft, weiter sinnvoll und frei zu leben, begrenzt ist. Abgründe tun sich auf, draußen, zwischen uns, in uns. Wohin mit der Furcht? Wohin mit der Wut? Wohin, wenn es kaum noch etwas gibt, auf das sich setzen läßt? Womit uns trösten? Was den Kindern sagen? Was müssen wir tun? Welche Worte sind noch richtig? 

Wir haben keine Antworten. Was wir haben, sind mitgeteilte Lebens-Erfahrungen, die wir als Spiegel, Ermutigung, Warnung, Leitschnur, ja, auch zum Trost nehmen können. Hinter unserem Volk liegen Kriege, Inflation, lange und mörderische Diktaturen. Das sollte doch als Erkenntnisquelle und Rüstzeug reichen, auch wenn wir unwillig sind, selbst ebenso und wieder betroffen zu sein von den Seiten des Lebens, die wir verabscheuen.

Stellen wir uns der Realität. Lassen wir uns helfen. Lesen wir erneut in den rainStein-Büchern. Sie berichten aus den letzten einhundert Jahren, eine Schatzkiste an Lebenserfahrung, Lebensmut und Reflexion - vor allem von Frauen.

Anregungen geben eigentlich alle rainStein-Publikationen - und gegenwärtig, ergänzend, jene Beiträge, die, kurz und knapp, im neuen rainStein-youtube-Kanal veröffentlicht werden.

Lernen wir und gehen wir hinein in die Gemeinschaft derer, die wissen wollen, was ist und wie man darin Mensch bleiben kann.

10.11.20

Bücher zum November

 



Es sind nicht die ewig gleichen Themen. Es ist das ewiggleiche Leben. Denn es ist nicht so, daß wir enteilen könnten. Die Realität holt uns ein, wo immer, wann immer.

Wie gern wären wir die Lasten los. Wie gern hätten wir Drohung und Bedrohung hinter uns gelassen und wünschen uns so sehr, endlich die Früchte unserer Mühe und Arbeit zu ernten. Wie sehr wünschen wir uns, zu sagen: Nie wieder! Nie, denn das liegt hinter uns. Es wird nicht mehr sein! Wie sind frei, wir sind ohne Sorgen, der Kampf ist vorbei und die Folgen aller früheren Abgründe, Verbrechen, Kämpfe und das Versagen so vieler sind ebenso - verschwunden.

Es ist aber nicht so. Das Dunkle ist da, bleibt, eingegraben oder offen, und sieht nur manchmal ein wenig anders aus. Manchmal sehr anders. Manchmal sogar wie das Gegenteil dessen, was wir fürchten. Es behauptet auch, das Gegenteil zu sein - aber ist es nicht.

Woran erkennen wir, daß die Drohung den Raum betreten hat? An unserer Furcht, die wächst, ohne daß wir ihren Anfang bemerkt hätten? An dem dunklen Schatten, der über uns streicht? An dem Wort, daß wir nun doch nicht sagen? An der Erkenntnis, daß das, was zu lesen ist, dem widerspricht, was wir wissen?

Es war früher nicht anders. Zwar, was damals war, wird sich nicht wiederholen. Es wird aber wiederkommen - in anderer Gestalt.

Um uns also rechtzeitig zu wappnen, sollten wir uns erinnern, sollten uns orientieren, unseren Sinn und unseren Mut schärfen - wir sollten ihm u.a. begegnen, indem wir Zeitzeugen lesen. Zum Beispiel in folgenden rainStein-Büchern (und in anderen rainStein-Büchern, die hier nicht aufgezählt sind), - sehen Sie weitere Bücher, die Sie begleiten können, unter www.rainstein.de

Marianne

Das Kind im Park

Die Frau mit der Lotosblume

Frei in zwei Diktaturen 

Im Blog finden